Emma 2.0

Christiane Sami hat in der Tölzer Marktstraße ein Geschäft eröffnet, dass von Mode über Brotzeitdosen vieles bietet – nachhaltig, plastikfrei und produziert nach sozialen Standards

Der Einzelhandel bangt angesichts verschärfter Corona-Vorgaben um das Weihnachtsgeschäft. Christiane Sami lässt sich davon die Laune nicht verderben. Sie hat am ersten Adventssamstag in der Tölzer Marktstraße einen neuen Laden eröffnet. “Jetzt erst recht”, sagt sie und lacht unter der FFP2-Maske. “Emma 2.0” heißt ihr Concept Store: eine innovative Form des Tante-Emma-Ladens, in dem man schöne, nützliche und besondere Dinge kaufen kann, und wo das “Menschliche” wichtig sei – als Zeichen gegen den “anonymen Online-Handel”, wie die Chefin erklärt.

“Bewusst einkaufen – dies will Christiane Sami den Kundinnen und Kunden in ihrem neuen Concept Store ermöglichen. Den Muff alter Tante-Emma-Läden sucht man in “Emma 2.0” vergeblich.”

Es gibt Mode, Körperpflegeartikel, Küchenaccessoires, Geschenkideen, regionale Produkte: nachhaltig, plastikfrei und nur von Produzenten, die soziale Standards einhalten. Ein Öko-Laden mit glimmenden Räucherstäbchen und groben Schafwollpullis ist “Emma 2.0” freilich nicht. Der Laden ist modern und fröhlich, die Wände bunt. “Ich liebe Pippi Langstrumpf”, sagt die 49-Jährige. Also hat sie die Wendeltreppe gelb gestrichen, in der “Youngsters-Ecke” mit junger Mode ist die Wand grün, im Obergeschoss mit den Umkleiden, wo Workshops und Kurse geplant sind, rot. Shoppen solle Spaß machen, findet die Chefin.

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